Forschung und Vorträge

Auf dieser Seite stelle ich Ihnen ausgewählte Forschungsprojekte und Publikationen näher vor. Unten finden Sie außerdem eine Auflistung meiner wissenschaftlichen Vorträge.

SCDH_WWU

Service Center for Digital Humanities (SCDH)

Digital Humanities (DH) ist in aller Munde. Mit ihr wird Forschung möglich, die es sonst nicht gäbe. In der Praxis bleiben aber gute Ideen aufgrund fehlender Kompetenzen bei der Umsetzung nicht selten stecken. Im Rahmen der DH-Struktur der Universität Münster arbeiten daher Wissenschaftler*innen zusammen mit IT-Entwickler*innen an konkreten Lösungen für Ideen und Projekte und treiben so die digitale Transformation der wissenschaftlichen Praxis voran.

Seit Juli 2021 leite ich das SCDH.

MWW_web_Verbund_gruen_rgb

Forschungsverbund Marbach Weimar Wolfenbüttel (MWW)

Das Deutsche Literaturarchiv Marbach, die Klassik Stiftung Weimar und die Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel gründeten 2013 auf Empfehlung des Wissenschaftsrates den Forschungsverbund MWW. Forschung in MWW findet im Rahmen der Digital Humanities statt, um neue, modellhafte Lösungen für die Sammlungsforschung und -erschließung zu entwickeln.

Von 2020 bis 2021 war ich Geschäftsführer des Forschungsverbunds und habe das Digitale Labor mit Sitz in Weimar geleitet.

cropped-fT-icon

forTEXT. Literatur digital erforschen

Die Plattform forTEXT (https://fortext.net) bietet einsteigerfreundlich aufbereitete zitierfähige Methodenbeschreibungen, Textsammlungen und Tools – von Digitalisierung über Annotation zu Interpretation und Visualisierung von Literatur. Außerdem finden Sie Materialien zum Selbstlernen und zum Lehren an Uni und Schule.

Das von der DFG geförderte Projekt habe ich von 2017 bis 2020 an der Universität Hamburg koordiniert.

catma-siteicon-1-300x300

CATMA

CATMA (https://catma.de) steht für Computer Assisted Text Markup and Analysis. Es ist ein im Browser laufendes Tool, das die manuelle Annotation und Analyse (inkl. Visualisierung) von Texten digital unterstützt. CATMA hat den traditionellen (hermeneutisch-zyklischen) philologischen Workflow zum Vorbild und ist sehr niedrigschwellig nutzbar – und das sogar kollaborativ.

Im Zuge des forTEXT-Projektes haben wir 2019 die sechste Version von CATMA veröffentlicht.

alte_fragen_2019_002

Entsagung und Ironie bei Goethe

In der Diskussion um den Status der Digital Humanities (DH) als wissenschaftlicher Disziplin wird häufig die Möglichkeit der Rückvermittlung digitaler Techniken, Methoden und Theorien ins Feld geführt. Aber wie genau können digitale Methoden der Textanalyse den Brückenschlag in die traditionellere Literaturwissenschaft vollziehen? Und wie lassen sich umgekehrt theoretisch komplexe literaturwissenschaftliche Konzepte digital erforschen? Rabea Kleymanns und mein Artikel zeigt am konkreten Beispiel „Entsagung und Ironie bei Goethe", wie durch eine Kombination von distant und close reading-Methoden im Zuge eines scalable reading die Diskussionen in der Goetheforschung von Seiten der DH befördert und verbunden werden können.

Jan Horstmann, Rabea Kleymann: Alte Fragen, neue Methoden – Philologische und digitale Verfahren im Dialog. Ein Beitrag zum Forschungsdiskurs um Entsagung und Ironie bei Goethe. In: Zeitschrift für digitale Geisteswissenschaften. Wolfenbüttel 2019. text/html Format. DOI: 10.17175/2019_007

Theaternarratologie

Theaternarratologie

Die narrative Dimension ist in der theaterwissenschaftlich orientierten Aufführungsanalyse bislang unterrepräsentiert.
Um dieses Desiderat zu beheben, untersuche ich im Rahmen meiner Dissertation (2013 bis 2017) nicht etwa von Figuren erzählte Passagen in einzelnen Aufführungen, sondern stelle generell die Frage: Wie erzählt das Theater? Die Theaternarratologie entwickelt somit erstmals auf Grundlage eines umfassenden theoretischen Fundaments in Bezug auf die Forschungsfelder der klassischen und postklassischen Narratologie und der Theaterwissenschaft ein heuristisches Analysemodell performativen Erzählens, das sich zur praktischen Anwendung in der erzähltheoretischen Aufführungsanalyse eignet. Die entwickelten Analysekategorien machen es möglich, das theatrale Erzählen intersubjektiv nachvollziehbar zu beschreiben und in narratologischer Hinsicht nicht nur in intertheatrale, sondern auch in intermediale Kontexte zu stellen. Performativität und Narrativität werden zusammen und nicht als Gegensätze gedacht, wodurch die Möglichkeit einer Annäherung theaterwissenschaftlicher und narratologischer Forschung gegeben wird.

Die Arbeit Theaternarratologie. Ein erzähltheoretisches Analyseverfahren für Theaterinszenierungen ist als Band 64 der Narratologia-Reihe von de Gruyter erschienen. DOI: 10.1515/9783110597868

Vorträge

08/2021„Digital Laboratory and Virtual Research Space", European Summer University in Digital Humanities Culture & TechnologyUniversität Leipzig
05/2021„Visualisierung als Methode der (digitalen) Geisteswissenschaften"Universität Marburg
04/2021„An Introduction to Digital Humanities: Possibilities and Challenges”Universität Lissabon, Portugal
02/2020„Kollaborative Literaturwissenschaft – digitales Annotieren literarischer Texte als diskursive Aushandlung von Vermittlungs- und Verstehensprozessen“Universität Duisburg-Essen
11/2019„Literatur digital erforschen: Methoden und Tools der digitalen Literaturwissenschaft”Universität Bonn
11/2019„Digitale und traditionelle literaturwissenschaftliche Methoden im Dialog: Dissemination von theoretischem, methodischem und praktischem Wissen“, DFG-SymposiumUniversität Lüneburg
11/2019„Erzähltheorie und Theater. Möglichkeiten der narratologischen Analyse von Inszenierungen“, Ringvorlesung Travelling Concepts. Literary Theory beyond the Scope of Literary StudiesUniversität Münster
06/2019„Visualisierung als Mittler zwischen quantitativen und qualitativen Methoden der (digitalen) Literaturwissenschaft“Humboldt-Universität Berlin
05/2019„Visualisierungsformen für quantitative und qualitative Methoden in der digitalen Literaturwissenschaft“, Visualisierung in (digitalen) EditionenNordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste Düsseldorf
03/2019„Social Media, YouTube und Co: Multimediale, multimodale und multicodierte Dissemination von Forschungsmethoden in forTEXT“, DHd 2019 multimedial & multimodalUniversität Frankfurt
02/2019„Undogmatisches literaturwissenschaftliches Annotieren mit CATMA: manuell, halb-automatisch und automatisiert“, Annotationen in Edition und Forschung. Funktionsbestimmung, Differenzierung, SystematisierungUniversität Wuppertal
02/2019„Textvisualisierung: Epistemik des Bildlichen im Digitalen“, DFG-Symposium „Wovon sprechen wir, wenn wir von Digitalisierung sprechen? Gehalte und Revisionen zentraler Begriffe des DigitalenUniversität Bayreuth
12/2018„A Scalable Reading Approach to Goethe’s Narrative Texts: Investigating Renunciation and Irony“, EADH 2018 conferenceUniversität Galway, Ireland
10/2018„Making Digital Routines, Resources, and Tools forTEXT Accessible for Humanists", Teaching English in the Era of Digital Humanities: A Multi-Disciplinary PerspectiveUniversität Frankfurt
07/2018„Digital Methods to Analyze Semantic Phenomena: A Scalable Reading Approach to Goethe’s Narrative Texts“, Ocean Narratives-WorkshopUniversität Kiel
07/2018„Trauma(tizing) Narrative: Abused Trust as Content and Formal Device in Hanya Yanagihara’s Novel A Little Life (2015)“, Summer Course in Narrative Studies (SINS)Universität Århus, Dänemark
04/2018„The Cut in Multinarratives: Hanya Yanagihara’s A Little Life (2015)“, Narrative-Konferenz 2018McGill-Universität Montréal, Kanada
02/2018„Digital vs. Humanities? Didaktische Aufbereitung digitaler Methoden für die klassischen Geisteswissenschaften im Projekt forTEXT“, DHd-Konferenz 2018Universität Köln
12/2017„Von der Bedarfserhebung zur nutzerorientierten Konzeptentwicklung. Die Relevanz von Interfacedesign und Visualisierung im literaturwissenschaftlichen Interpretationsprozess", Potsdamer Arbeitstreffen zur digitalen Literaturwissenschaft No. 2Universität Potsdam
09/2017„Narrative Representation and Fictionality in Performative Media“, Konferenz European Narratology NetworkUniversität Prag
09/2017Panel Chair: „Drama, Theatre, and Audionarratology“, Konferenz European Narratology NetworkUniversität Prag
08/2017„forTEXT – Study Literature Digitally“, Summer Course in Narrative Studies (SINS)Universität Århus, Dänemark
10/2016„Theaternarratologie. Ein erzähltheoretisches Verfahren zur Analyse von Theaterinszenierungen“, Erzähltheoretisches Kolloquium (ETK)Universität Hamburg
08/2016„Non-Mainstream Identity in 18th and 19th Century German Fiction. Narrating the Androgynous and Hermaphroditic”, Summer Course in Narrative Studies (SINS)Universität Århus, Dänemark
02/2016„Theatre Narratology“, Winterschool Transmedial NarratologyUniversität Tübingen
10/2015„Narrativization of Known Events“, Konferenz Perspectives and Frontiers of Cognitive NarratologyUniversität Prag
08/2015„Theatre Narratology. A narratological method for analyzing stage performances“, Summer Course in Narrative Studies (SINS)Universität Århus, Dänemark
11/2014„Das Visuelle als Teil der performativen Narration in Theaterinszenierungen“, Visual Narratives – Cultural IdentitiesUniversität Hamburg
08/2014„Theatre Narratology. A narratological model for analyzing theatre performances“, Summer Course in Narrative Studies (SINS)Universität Århus, Dänemark
08/2013„Theaternarratologie“, Workshop Sprache, Literatur, MedienUniversität Kiel
08/2013„Focalization in Theatre“, Summer Course in Narrative Studies (SINS)Universität Århus, Dänemark
03/2013„Theatre Narratology. A Narratological Method for Analyzing Theatre Performances“, 3. Konferenz European Narratology NetworkUniversität Paris
01/2012„Theaternarratologie. Theaterwissenschaftliche Relevanz narratologischer Kategorien“, Erzähltheoretisches Kolloquium (ETK)Universität Hamburg